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Die häufigsten Fragen & Antworten im Zusammenhang mit Rundflügen

 

Wählen Sie die Frage aus, zu der Sie Informationen benötigen!

1

Was ist ein Rundflug?

2

Wie läuft ein Gästeflug ab?

3

Welche Qualifikation hat der Pilot?

4

Welche Flugzeuge werden eingesetzt?

5

Welche Rolle spielt das Wetter am Flugtag?

6

Was ist ein Flugschein?

7

Wie bin ich versichert?

8

Wieviele Personen können mit?

9

Wie erfolgt die Bezahlung?

10

Wieso gilt der Flugpreis pro Fluggast nur bei 3 Passagieren für die gebuchte Zeit?

11

Wohin kommt man in welcher Zeit?

12

Dürfen Kinder mitfliegen?

13

Dürfen 2 Kleinkinder auf einem Sitzplatz mitfliegen?

14

Warum sitzt der schwerste Passagier vorne?

15

Was passiert, wenn es einem Fluggast schlecht wird?

16

Was sind Luftlöcher?

17

Darf man während des Fluges fotografieren?

18

Wie verhalte ich mich richtig im Flugzeug?

19

Wie niedrig darf der Pilot fliegen?

20

Warum spricht der Pilot nur gelegentlich und nicht immer mit der Flugsicherung?

21

Warum wird es bei der Landung leise?

22

Kann ein Motorflugzeug segeln?

23

Warum braucht ein Flugzeug im Sommer mehr Startstrecke?

24

Wieviel und welchen Kraftstoff braucht das Flugzeug?

 

 

 

1. Was ist ein Rundflug?

Ein Rundflug ist ein sogenannter Lokalflug, bei dem der Start und die Landung auf demselben Flugplatz stattfinden. Rundflüge bedürfen keiner Genehmigung und dürfen gemäß §20 Luftverkehrsgesetz nur auf Flugzeugen, die für nicht mehr als 4 Personen zugelassen sind, durchgeführt werden.

 

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2. Wie läuft ein Gäste(Rund)flug ab?

Nachdem sich der Fluggast informiert hat und einen Termin mit dem durchführenden Piloten vereinbart hat, sollten die Flugpassagiere am Tage des geplanten Fluges nochmals telefonisch mit dem Piloten Rücksprache halten, ob der Flug wie besprochen, auch an diesem Tage durchgeführt werden kann.

Es ist jederzeit möglich, dass z.B. das Wetter am Flugplatz ein anderes ist, als beim Fluggast zuhause, so dass  hier eine Abstimmung erfolgen sollte. Bitte vergessen Sie auch nicht Ihren Flugschein, sofern Sie diesen

z.B. als Geschenkgutschein, bereits vorab erhalten haben!

 

Nachdem die Fluggäste am Flugplatz Hof-Plauen angekommen sind, werden Sie am Fußgängertor (rechts neben dem Terminal) von Ihrem Piloten in Empfang genommen. Nach dem „11. September“ wurden auch am Flugplatz Hof-Plauen die Sicherheitsmaßnahmen verschärft, sodass Sie an der Torwache eine kurze Überprüfung erfahren, bei der ggf. auch gefährliche Gegenstände (z.B. Messer) für die Dauer des Gästefluges abgegeben werden müssen.

 

Danach gehen Sie mit Ihrem Piloten zum Flugzeug. In der Regel hat Ihr Pilot bereits vor Ihrem Eintreffen die Maschine schon soweit vorbereitet (Vorflug- und Außencheck, Tanken), dass es gleich losgehen kann!

Ihnen wird beim Einstieg geholfen und die Funktion der Sicherheitsgurte erklärt!

Als letzter steigt Ihr Pilot ein und verriegelt die Türen, überprüft die Instrumente und Einstellungen und lässt den Motor an. Nun wird die Avionik eingeschaltet und mit dem Tower Funkkontakt aufgenommen. Der Pilot teilt dem Lotsen sein Vorhaben mit und erhält die Rollanweisung sowie die aktive Start- und Landebahn und den örtlichen Luftdruck für den Höhenmesser. Der Pilot rollt nun die Maschine zur sogenannten Rollhalteposition. Übrigens, ein Flugzeug rollt und fährt nicht, da die Räder nicht  angetrieben werden. Am Rollhalt wird u.a. das Abbremsen des Motors durchgeführt. Dabei wird die Funktion der Zündmagnete über die Drehzahlanzeige sowie die Funktion der Vakuumpumpe, die für die druckbasierenden Instrumente den Betriebsluftdruck liefert, geprüft. Weiterhin werden ggf. die Landeklappen in Startstellung gebracht.

Nach Abschluss des Checks, wird die Abflugbereitschaft an den Tower gemeldet. Dieser lässt nun die Maschine auf die Piste zum Startpunkt rollen und erteilt die Startfreigabe. Der Pilot schiebt den Gashebel nach vorne, beobachtet den ordnungsgemäßen Anstieg der Drehzahl, gibt die Bremsen frei und die Maschine beschleunigt bis zur Abhebegeschwindigkeit, die im Durchschnitt etwa bei 65-70 Knoten (ca. 120-130 km/h) liegt. Wenn die Maschine in der Luft ist, fliegt der Pilot die freigegebene Abflugstrecke bis zum Verlassen der Hofer Kontrollzone. Danach richtet sich der Pilot soweit möglich nach den Wünschen der Fluggäste. Die Flughöhe während des Rundfluges beträgt  etwa 1000-2000 Fuß (ca. 300-600m) über Grund. Dies ist eine ideale Höhe, aus der die Gäste gut die Aussicht genießen können.

Weitere Informationen zur Flughöhe finden Sie unter Punkt 20.

Die Rückkehr, der Einflug in die Kontrollzone sowie die Landung und das Rollen zur Parkposition erfolgen letztlich auch hinsichtlich der Freigaben vom Tower in umgekehrter Reihenfolge.

Nach dem Abstellen der Maschine bringt Sie Ihr Pilot wieder zur Torwache, an der Sie das Gelände wieder verlassen.

 

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3. Welche Qualifikation hat der Pilot?

Ihr Pilot besitzt eine Pilotenlizenz für Privatflugzeugführer gemäß ICAO oder JAR-FCL mit einer entsprechenden Muster- bzw. Klassenberechtigung für das Flugzeug. Er hat mindestens 50 Std. oder mehr an Flugerfahrung. Weiterhin muss er vor Mitnahme von Passagieren gemäß §122 LuftVO bzw. JAR-FCL 1.026 auf dem Flugzeugmuster mindestens 3 Starts und Landungen in den letzten 90 Tagen durchgeführt haben.

 

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4. Welche Flugzeuge werden eingesetzt?

Beim Aero-Club Hof können Sie auf 4 verschiedenen Flugzeugen Gästeflüge durchführen. Neben 2 Motorflugzeugen, können Sie auch mit 2 Motorseglern in die Luft gehen. Dabei können in den Motorflugzeugen jeweils 3, in den Motorseglern je 1 Fluggast mitgenommen werden. Es handelt sich dabei jeweils um einmotorige, kolbengetriebene Landflugzeuge bis 2000kg.

Technische Daten und Fotos zu den Flugzeugen finden Sie hier für die Motormaschinen bzw. Motorsegler!

 

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5. Welche Rolle spielt das Wetter am Flugtag?

Um es vorne wegzunehmen: Die größte Rolle!

Dies liegt daran, dass Rundflüge nach Sichtflugregeln (Visual Flight Rules = VFR) durchgeführt werden. Abgesehen davon, dass es Ihnen als Passagier nichts bringt , wenn Sie wegen tiefer Wolken oder sehr starkem Dunst nicht viel von Ihrer Heimat sehen können, muss Ihr Pilot bestimmte Wettermindestbedingungen einhalten, die dem jeweilig beflogenen Luftraum zugeordnet sind. Außerdem kann bei Unterschreiten bestimmter Sichtwerte und Wolkenuntergrenzen auch vom Tower der Start von vornherein untersagt werden.

Aus diesem Grunde ist es sehr wichtig, dass Sie sich am geplanten Flugtag, bevor Sie zum Flugplatz fahren, nochmals mit Ihrem Piloten abstimmen.

 

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6. Was ist ein Flugschein?

Ein Flugschein ist eine  Art Flugticket, der zur Durchführung des Gästefluges aus abrechnungstechnischen sowie Haftungsgründen, vor Beginn des Fluges abgeschlossen wird.

Der Flugschein stellt einen Beförderungsvertrag zwischen dem Luftfrachtführer Aero-Club Hof und dem Fluggast dar und regelt unter anderem auch die Haftungsbeschränkung gemäß den gesetzlichen Regelungen.

Bedenken Sie bitte, dass ein Flugticket / Flugschein 1 Jahr ab Datum der Ausstellung gültig ist!

 

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7. Wie bin ich versichert? (Stand: 06 / 04)

Gemäß den allgemeinen gesetzlichen Regelungen unterliegen Gästeflüge mit Flugschein folgenden Haftungsbeschränkungen:

 

"Der Aero-Club Hof e.V. und seine Piloten übernehmen keinerlei Haftung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden in Zusammenhang mit dem Rundflug, soweit diese nicht durch die, durch den Aero-Club Hof als Luftfrachtführer abgeschlossenen Versicherungen, abgedeckt sind."

 

Alle Flugzeuge des Aero-Club Hof e.V. verfügen über eine sogenannte CSL-Versicherung, die auch zivilrechtliche Ansprüche (nach BGB) abdeckt!

 

Grundsätzlich versichert ist:

Passagier-Haftpflicht

nach § 46 Abs. 1 LuftVG

€  600.000,-

Gegenstände und Gepäck

nach § 46 Abs. 2 LuftVG

€  1.700,-

Unfall

nach § 50 Abs. 1 LuftVG

€  20.000,-

Eine Höherversicherung durch den Passagier bleibt davon unberührt!

 

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8. Wie viele Personen können mit?

In den Motorflugzeugen (Kennzeichen: D-EOQM und D-EAGT): 1 Pilot + 3 Passagiere

Im Motorflugzeug (Kennzeichen: D-EBAK): 1 Pilot + 1 Passagier

In den Motorseglern (Kennzeichen: D-KDDC und D-KGFQ): 1 Pilot + 1 Passagier

 

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9. Wie erfolgt die Bezahlung?

Sie haben die Möglichkeit, sich den Flug auszusuchen und einen entsprechenden Termin zu vereinbaren.

Die Bezahlung erfolgt vor Ort bei Aushändigung des Flugscheins bzw. vor Flugdurchführung.

 

Natürlich können Sie einen Gästeflug auch mittels Gutschein verschenken!

Der Betrag wird rechtzeitig und bequem vor Versand des Gutscheins per Lastschrift eingezogen! Bitte halten Sie dafür Ihre Bankverbindungsdaten bereit.

Sollten sich während des Fluges Wünsche ergeben, die eine längere Flugzeit erforderlich machen, so wird diese Verlängerung pro zusätzliche Flugminute abgerechnet.

 

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10. Wieso gilt der Flugpreis pro Fluggast nur bei 3 Passagieren für die gebuchte Zeit?

Die Kosten für die jeweilige Maschine werden im sogenannten „Stundenpreis“, also dem Preis pro Flugstunde, zusammengefasst. Diese Kosten entstehen vom Start bis zur Landung, als der reinen Zeit, wenn das Flugzeug in der Luft ist.

Dabei spielt es auch keine Rolle, ob der Pilot alleine fliegt oder die Maschine mit 4 Personen besetzt ist. Die Kosten sind die gleichen. Aus diesem Grunde wird dieser Stundenpreis bei Rundflügen auf  3 Passagiere umgelegt, so dass es sich immer um Preise pro Passagier bei einem mit 3  Fluggästen besetzten Flugzeug handelt. Wenn diese Bedingung erfüllt ist, gilt der Preis pro Passagier für die dem Preis zugrundeliegende gewünschte Flugdauer (z.B. 20, 30, 40 oder 60 min).

 

Davon ausgehend können folgende Fälle eintreten:

> Ein Fluggast hat einen Geschenkgutschein (Flugschein) für einen 30min-Flug für eine Person erhalten.

   Der Fluggast fliegt die 30min und bezahlt den Restbetrag ( 2x 30min) der beiden fehlenden Passagiere.

   Somit kann er alleine fliegen.

> Möchte er diese beiden Beträge nicht bezahlen, so wird die Flugzeit entsprechend verkürzt.

 

Achten Sie also bitte darauf, dass Sie auch bei Erwerb eines Flugscheins für 1 Person, immer die Maschine mit insgesamt 3 Passagieren füllen können, die dann ggf. Tickets nachlösen.

Sollten sich während des Fluges Wünsche ergeben, die eine längere Flugzeit erforderlich machen, so wird diese Verlängerung pro zusätzliche Flugminute abgerechnet.

 

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11. Wohin kommt man in welcher Zeit?

Mit dem Flugzeug geht es bekanntlich schneller, so ergeben sich in etwa folgende Aktionsradien für nachfolgende Flugzeiten:

20min:  z.B. Untreusee > Förmitzspeicher > Weißenstädter See u.z. oder auch z.B. Richtung Bleilochtalsperre, Blankenstein, Lichtenberg, Bad Steben

30min: z.B. Fichtelgebirge oder Plauen / Vogtland u.z.

40min: z.B. Götschtal-Brücke bei Reichenbach/Vgtl. u.z.

1-2 Std.: z.B. Fränkische Schweiz / erweiterter Frankenwald / Nürnberg Flughafen, Flughafen Dresden u.z.

Natürlich können Sie mit Ihrem Piloten innerhalb der jeweiligen Zeit eine individuelle Route absprechen!

 

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13. Dürfen Kinder mitfliegen?

Ja! Bitte denken Sie daran, bei kleineren Kindern ggf. ein Sitzkissen oder einen geeigneten Autositz mit zu bringen, damit die kleinen Fluggäste auch etwas sehen können. Gerade in der Cessna 172 ist die Sitzposition auf den hinteren beiden Plätzen tiefer.

Bedenken Sie ebenfalls, dass es im Flugzeug relativ laut ist und dadurch kleinere Kinder schon mal Angst bekommen können oder wieder aussteigen wollen.

 

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14. Dürfen 2 Kleinkinder auf einem Sitzplatz mitfliegen?

Ja! Grundsätzlich dürfen gemäß §19 Abs. 1 LuftBO, 2  Kinder mit einem Höchstalter bis zu 10 Jahren auf einem Sitz untergebracht werden, wenn dadurch die Sicherheit und Ordnung nicht gefährdet wird.

Trotz dieser Möglichkeit, hat aber immer noch der verantwortliche Luftfahrzeugführer das letzte Wort. Denn er muß entscheiden, ob am Flugtag unter den gegebenen Umständen ( Wetter, Temperatur, Gesamtgewicht) eine solche Verfahrensweise möglich ist oder nicht!

 

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15. Warum sitzt der schwerste Passagier vorne?

Diese Entscheidung ist abhängig von der Gewichtsverteilung im Flugzeug bzw. den Gewichten der einzelnen Passagiere und wird vom Piloten getroffen, da der Pilotensitz sowie der rechte Sitz im Schwerpunktbereich des Flugzeuges liegen. Dadurch wird eine eventuell zu starke Schwanzlastigkeit vermieden und die uneingeschränkte Steuerungsfähigkeit der Maschine gewährleistet.

 

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16. Was passiert, wenn es einem Passagier schlecht wird?

Für den Fall von Übelkeit während des Fluges, sind entsprechende Tüten (Airsickness-Bags) vorhanden.

Sollte eine Fortführung des Fluges für den betroffenen Fluggast  unerträglich werden, so fliegt Sie der Pilot  natürlich schnellst möglich zum Flugplatz zurück! Nicht abgeflogene Flugzeit wird zurückerstattet.

 

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17. Was sind „Luftlöcher“?

Zunächst eines vorweg: Löcher in der Luft gibt es nicht!

Die landläufig als „Luftlöcher“ bezeichneten Effekte, sind nichts anderes als sich vertikal bewegende Lufpakete bzw. Strömungen, hauptsächlich durch Thermik hervorgerufen.

Hintergrund:

Unsere Atmosphäre ist ständig in Bewegung. Durch unterschiedliche Druckverteilungen entstehen Luftströmungen (Wind), die sich sowohl horizontal als auch vertikal bewegen. An einem schönen Sommertag mit den bekannten kleinen Haufenwolken (Cumulus), strahl die Sonne auf die Erde und erwärmt den Boden je nach Beschaffenheit (Wald, Feld, See) unterschiedlich stark. Durch diese Erwärmung kommt es zum Abheben von Luftpaketen, ähnlich der Dampfblasen  bei kochendem Wasser, die dann nach oben steigen und irgendwann als Wolke kondensieren. Zugleich fließt aber auch kältere Luft in den Bereich nach, von dem aus sich diese Pakete gelöst haben. Somit haben wir hier auf- und absteigende Luftmassen.

Fliegt man nun horizontal dahin, so durchquert man an solch einem Tag sowohl Bereiche mit auf- als auch absteigenden Luftmassen. In den aufsteigenden Massen wird das Flugzeug angehoben, es steigt; in den absteigenden Massen sinkt es bzw. sackt kurzzeitig ab. Dieses z.T. plötzliche Sinken wird als „Luftloch“ wahrgenommen, ist aber normal und nichts Ungewöhnliches!

Hiervon ausgenommen sind ausdrücklich Auf- und Abwinde im Zusammenhang mit Sturm und Gewittern. Die hierbei auftretenden Kräfte können für ein Flugzeug lebensgefährlich sein. Aber bei solchen Wetterverhältnissen werden sowieso keine Rundflüge durchgeführt!

 

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18. Darf man während des Fluges fotografieren?

JA! Die Beschränkungen und notwendigen Erlaubnisse zur Erstellung von Luftbildaufnahmen sind nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten ersatzlos aus dem Luftverkehrsgesetz gestrichen worden!

 

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19. Wie verhalte ich mich richtig im Flugzeug?

Ihr Pilot wird Ihnen nach dem Einsteigen einige Regeln zum Verhalten an Bord mitteilen. Wichtig hierbei ist vor allem, dass Sie sich, wenn Sie vorne sitzen, nicht am Steuerhorn festhalten und auch Ihre Füße nicht auf die beiden Pedale stützen. Gerade bei der Landung stemmen sich manche Fluggäste, wenn auch unbewusst, in den Pedalen ab, was zur Folge hätte, dass das Flugzeug nicht mehr um die Hochachse steuerbar ist. Weiterhin würde die Landung mit gebremsten Fahrwerk / Rädern erfolgen, was die Beschädigung der Reifen zur Folge hätte, da die Pedale sowohl das Seitenleitwerk als auch die Bremsen ansprechen.

Achten Sie also bitte darauf, besonders diese beiden Einrichtungen nicht zu berühren oder zu blockieren.

Natürlich wird auch Ihr Pilot darauf ein wachsames Auge haben...!

 

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20. Wie niedrig darf der Pilot fliegen?

Die Flughöhe richtet sich nach den Bestimmungen des §6 LuftVO „Sicherheitsmindesthöhe, Mindesthöhe bei Überlandflügen nach Sichtflugregeln“ :

Auszug:

"Sie beträgt im allgemeinen 500 Fuß (ca. 150m) über Grund oder Wasser. Über Städten, anderen dicht besiedelten Gebieten und Menschenansammlungen 1000 Fuß (ca. 300m) im Umkreis von 600m über dem höchsten Hindernis."

 

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21. Warum spricht der Pilot nur gelegentlich und nicht immer mit der Flugsicherung?

Für Flüge nach Sichtflugregeln und damit auch Gästeflügen, ist der Pilot allein für die ordnungsgemäße Durchführung des Fluges verantwortlich. Auch muss er sich mit niemanden über Funk unterhalten, es sei denn die Luftraumstruktur erfordert dies. Sobald die Maschine die Kontrollzone Hof verlassen hat und das „Verlassen der Frequenz“ vom Tower genehmigt wurde, besteht keine Notwendigkeit mehr zum Funkkontakt. Theoretisch wäre ein Flug von Süd nach Nord durch Deutschland möglich, ohne sich mit irgend jemanden zu unterhalten.

Natürlich machen dies verantwortungsvolle Piloten nicht, sondern nutzen jede mögliche Informationsquelle wie den Fluginformationsdienst der Flugsicherung, um sich informieren zu lassen. Sie werden aber nicht von einem Lotsen geführt!

 

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22. Warum wird es bei der Landung leise?

Der Pilot reduziert im Landeanflug die Leistung von Reiseflug auf Anfluggschwindigkeit. Diese liegt bei unseren Flugzeugen etwa bei 70 Knoten (ca. 130 km/h). Die Drehzahl beträgt im Reiseflug etwa 2400 U/min und wird während des Landeanfluges weiter zurückgenommen, um dann die Landeklappen fahren zu können und einen stabile Anflug zu erzielen. Kurz vor dem Aufsetzen wird auf Leerlauf geschaltet und die Maschine schwebt aus bis sie schließlich aufsetzt.

 

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23. Kann ein Motorflugzeug segeln?

JA! Fast jedes Flugzeug, selbst ein Airbus, kann segeln!

Dabei kommt es nur darauf an, die entsprechende Geschwindigkeit zu halten, bei der die Maschine noch voll steuerbar ist. Dem Flugzeug ist es quasi egal, woher die Luftströmung und damit sein Auftrieb kommt, ob vom Motor oder durch Sinken.

Ist das Flugzeug entsprechend getrimmt (bei unseren Flugzeugen etwa 70-80 Knoten), dann ist es voll steuerbar. Bei dieser Geschwindigkeit, beträgt die Sinkrate etwa 400-500 Fuß (120-150m) pro Minute. Fliegt man also z.B. 2000 Fuß über Grund, so ergibt sich eine Zeit von etwa 3-4 Minuten bis zum Aufsetzen.

Solange dieser sichere Flugzustand beibehalten wird, kann ein Flugzeug auch nicht wie „ein Stein“ vom Himmel fallen. Dies geschieht meist dann, wenn die Maschine aus welchen Gründen auch immer, außer Kontrolle und in einen unkontrollierten Flugzustand gerät und dabei die Strömung, die den Auftrieb erzeugt, am Flügel abreißt. Folge: Das Flugzeug stürzt ab.

Übrigens:

Eine Boeing 747 segelt ohne Antrieb aus einer Höhe von 10000m noch etwa 130km weit!! Er hält etwa eine  Geschwindigkeit von etwa 200 Knoten (ca. 370 km/h) und sinkt dabei mit etwa 1200-1500 Fuß/min

(ca. 400-500m/min). Bis zum Aufsetzen vergehen etwa 20min.

 

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24 Warum braucht ein Flugzeug im Sommer mehr Startstrecke?

Die Startstrecke hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, die alle vom Piloten berücksichtigt werden müssen.

Der Pilot führt eine Gewichts- und Schwerpunktberechnung anhand der aktuellen Gegebenheiten durch. Dies ergibt das tatsächliche Abfluggewicht. Anhand der Vorgaben im Flugzeugbetriebshandbuch und der dortigen Tabellen, errechnet er nun die notwendige Startstrecke. Diese ist abhängig von der berechneten Abflugmasse, den Wind- und Temperaturverhältnissen, dem aktuellen Luftdruck, der Höhe des Flugplatzes über dem Meeresspiegel sowie der Beschaffenheit der Startbahn.

 

Grundsätzlich kann man folgendes sagen:

 

Hohe Temperatur, wenig Wind, niedriger Luftdruck, hohe Luftfeuchte, eine z.B. nasse Bahn sowie eine relativ große Höhe über NN, erhöhen die Startstrecke. Je wärmer es ist, desto dünner und damit weniger tragfähig ist die Luft. Liegt der Flugplatz dazu noch relativ hoch, so wird dieser Effekt noch verstärkt. Die benötigte Startstrecke verlängert sich entsprechend. Die Werte sind aus dem Flugbetriebshandbuch zu entnehmen!

Beispiel: Die Hofer Landebahn hat aufgrund der Höhe über Meeresspiegel von rund 600m, eine Länge von 1480m. Die gleiche Bahn für dieselben Maschinen, müsste auf Meeresniveau nur etwa 880m bei 15°C lang sein. Soviel macht allein schon die Höhenlage aus. Erhöht sich nun die Standardtemperatur von 15°C auf etwa 25° C, liegt der Flugplatz physikalisch für das Flugzeug und seine Eigenschaften, bereits doppelt so hoch, also auf etwa 1200m NN. Damit wird auch die Luft dünner!

Übrigens, wenn die Temperaturverhältnisse extrem hoch sind, kann dies sogar dazu führen, dass ein Start mit 4 Personen physikalisch nicht mehr funktioniert, weil die Luft so heiß und dünn ist, dass die Maschine einfach nicht mehr fliegt!

 

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25. Wie viel und welchen Kraftstoff braucht das Flugzeug?

Die Motorflugzeuge des Aero-Club Hof fliegen mit dem sogenannten Flugbenzin AVGas 100LL. Dies ist nicht zu verwechseln mit dem Treibstoff für Turbinentriebwerke Kerosin (JET A1). Die Motorsegler benutzen MoGas (Super-Bleifrei).

Das Flugbenzin ist vergleichbar mit Super-Kraftstoff mit 100 Oktan. Allerdings muss der Kraftstoff wesentlich höhere Anforderungen an Haltbarkeit, Reinheit und sonstigen Eigenschaften erfüllen, als normaler Autosprit.

Beispielsweise muss die Oktanzahl mindestens 5 Jahre stabil bleiben. Auch wird dieser Kraftstoff blau eingefärbt, um bei Sichtproben oder beim Vorflug-Check Wasser im Sprit feststellen zu können.

 

Übrigens: Es ist ein Irrglauben, dass dieser Kraftstoff steuerfrei ist. Das Flugbenzin ist genauso wie das Autobenzin voll versteuert mit Mineralöl und Mehrwertsteuer.  Derzeit beträgt der Preis pro Liter etwa 2,10 Euro!

Lediglich und speziell im Kerosinbereich reduziert sich der Steueranteil, aber nur wenn es sich um gewerbliche Luftfahrtuternehmen handelt, die international tätig sind.

 

Die Motormaschinen des Aero-Club Hof, die AVGas benutzen, verbrauchen etwa 28-36 Liter pro Stunde (die Motorsegler etwa 14-17 Liter). Beachten Sie, dass in der Fliegerei grundsätzlich in Flugzeit gerechnet wird und nicht pro 100km.

Dies bedeutet bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 100-110 Knoten (ca. 185-205 km/h) einen Verbrauch von etwa 14-18 Liter pro 100km. Gerechnet auf ein mit 4 Personen bestztes Flugzeug, bedeutet dies einen Verbrauch von 5-7 Liter pro 100 Personenkilometer. Der Kraftstoffverbrauch verringert sich mit zunehmender Reiseflughöhe, da ja auch der Anteil der Luft am Gemisch abnimmt.

 

Beispiel:

ein Flug von Hof nach St. Peter Ording an der Nordsee dauert etwa 2 Std. 15min je nach Windverhältnissen. Luftlinie entspricht dies etwa 450km, was einen Verbrauch von etwa 70 Litern ergibt. Und das alles ohne Stau und in einer angenehmen Zeit!

Und noch eines sollte man nicht vergessen: Das Flugzeug verbraucht nur Kraftstoff, solange es fliegt (+ Rollen), aber es steht nicht im Stau und verbrennt sinnlos Energie ohne 1m weiterzukommen!

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